Bezirksfachklasse für Straßenbauer (2. u. 3. Ausbildungsjahr)

Allgemeines - Arbeitsbereiche

Das HBU führt die Bezirksfachklasse für Straßenbauer seit 1985 ab dem zweiten Ausbildungsjahr. Bei uns werden alle Schüler/innen mit dem Ausbildungsberuf Straßenbauer/in (3-jährig) und Tiefbaufacharbeiter/in (2-jährig) konzentriert, die ihre schulische Ausbildung im ersten Jahr ortsnah in den Berufskollegs der Regionen Arnsberg, Bochum, Dortmund, Hagen, Hochsauerlandkreis, Lippstadt, Meschede, Märkischer Kreis (nördlicher Teil), Soest, Unna oder Werne begonnen haben.

Zur Zeit wird der Ausbildungsgang Straßenbauer dreizügig geführt.

Die Mitarbeit unserer Lehrkräfte in den zuständigen Prüfungsausschüssen für Straßen- und Tiefbauer bei den Handwerkskammern Arnsberg und Dortmund sowie der Industrie und Handelskammer Dortmund ermöglicht eine gute Verzahnung von schulischer Ausbildung und Prüfungsanforderungen und gewährleistet einen Ausbildungserfolg, der gleichermaßen den Auszubildenden wie den Ausbildungsbetrieben und damit unserer Gesellschaft als Ganzem dient.

Straßenbauerinnen und Straßenbauer sind u.a. zuständig für die

  • Planung, Herstellung und Instandsetzung von Verkehrsflächen, insbesondere von Straßen, Wegen und Plätzen für den Straßen- und Fußgängerverkehr - aus natürlichen und künstlichen Steinen sowie asphalt- oder zementgebundenen Materialien einschließlich der Randbefestigungen,
  • Herstellung von Deck-, Binder-, Trag- und Frostschutzschichten sowie Bodenverfestigungen,
  • Herstellung und Einbau von Leit- und Schutzeinrichtungen für den Straßenverkehr sowie Lärmschutzanlagen,
  • Ausführung von Erdarbeiten einschließlich der notwendigen Sicherungsanlagen,
  • Herstellung und Instandsetzung von Ver- und Entsorgungsleitungen und deren Anlagen,
  • Verlegung von Erdkabeln einschließlich der Wiederherstellung des Straßenoberbaus sowie die
  • Herstellung und Instandsetzung von Sport- und Spielanlagen.

Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre (Straßenbauer) bzw. 2 Jahre (Tiefbaufacharbeiter) in einem Bauhandwerks- oder Bauindustriebetrieb; sie kann bei besonderen Vorkenntnissen oder guten Leistungen auf Antrag verkürzt werden und beginnt in der Regel am 1. August eines Jahres.
Die Ausbildung findet regelmäßig auch in überbetrieblichen Ausbildungsstätten des Bauhandwerks oder der Bauindustrie statt. Hier erhalten die Auszubildenden praktische Kenntnisse, die im einzelnen Ausbildungsbetrieb nicht vermittelt werden können.

Die Ausbildung

  • umfasst eine Zwischenprüfung nach dem ersten Ausbildungsjahr (nur Tiefbaufacharbeiter)
  • endet mit der Tiefbaufacharbeiterprüfung (nur bei zweijähriger Ausbildung)
  • umfasst eine Zwischenprüfung nach dem zweiten Ausbildungsjahr (nur Straßenbauer)
  • endet mit der Gesellenprüfung im Handwerk bzw. mit der Facharbeiterprüfung in der Industrie (nur Straßenbauer)

Bei erfolgreichem Tiefbaufacharbeiterabschluss ist eine Erweiterung der Ausbildung mit dem dritten Ausbildungsjahr zum Straßenbauer möglich; Voraussetzung: Neuer Ausbildungsvertrag beim gleichen oder anderen Ausbildungsbetrieb.

Aufnahme

Aufnahmevoraussetzungen

Aufnahmevoraussetzung ist ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einem anerkannten Handwerksbetrieb. Die Anmeldung erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb.

Der Auszubildende und der Ausbildungsbetrieb erhalten vom Hellweg Berufskolleg eine Einladung für den ersten Schultag mit Informationen über Unterrichtsbeginn, Klassenraum und Unterrichtsmaterial (Fachbuch, Zeichenplatte, Zeichenmaterial etc.).

Bei der Einschulung sind folgende Unterlagen als Original und Kopie mitzubringen:

  • das Abschlusszeugnis der allgemeinbildenden Schule
  • der Ausbildungsvertrag, soweit bereits vorhanden
  • das Berufsschulzeugnis des ersten Lehrjahres

Unterrichtsorganisation und didaktische Konzeption

Der Berufsschulunterricht erfolgt nach dem Lehrplan zur Erprobung für das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen, Berufsausbildung in der Bauwirtschaft, Fachstufe – Straßenbauer/in findet im 1. Ausbildungsjahr wohnortnah im örtlichen Berufskolleg zusammen mit anderen Bauberufen (berufliche Grundbildung) statt. Er erfolgt im 2. und 3. Ausbildungsjahr in der Bezirksfachklasse für Straßenbauer am Hellweg Berufskolleg Unna (Fachbildung) und findet als Blockunterricht von jeweils ca. 3 bis 4 Wochen Dauer statt; insgesamt sind für drei Ausbildungsjahre ca. 38 Schulwochen vorgesehen.

Der Unterricht

  • umfasst 6 bis 8 Schulstunden pro Tag.
  • erfolgt in fachgerechten Unterrichtsräumen und im Baustoffprüflabor unter Einsatz von zeitgemäßen Medien.
  • umfasst u.a. vermessungstechnische Übungen mit Lasergeräten für den Hoch- und Tiefbau.
  • erfolgt in Unterrichtseinheiten, die nach dem Lernfeldkonzept erarbeitet und mit den örtlichen. Ausbildungsbetrieben und Überbetrieblichen Ausbildungsstätten abgestimmt sind.
  • ermöglicht Baustellen- und Betriebsbesichtigungen zur Vertiefung und Reflexion der in der Berufsschule erlernten fachlichen Zusammenhänge.
  • umfasst mehrwöchige fächerübergreifende und handlungsorientierte Projektarbeiten, die ganzheitliche Lernprozesse fördern.
  • entwickelt Handlungskompetenz und damit die Bereitschaft und Fähigkeit des Auszubildenden, in gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Situationen sachgerecht und individual- wie sozialverantwortlich zu handeln.

Mit dem erfolgreichen Berufsschulabschluss können unter bestimmten Voraussetzungen auch weitergehende allgemeinbildende Schulabschlüsse zuerkannt werden.

Übersicht zur Leistungsbewertung

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Unterrichtsfächer

Die Stundentafel gibt Auskunft über die Unterrichtfächer beziehungsweise die Bündelungsfächer auf den Jahreszeugnissen.

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Anmeldung

Die zukünftigen Schülerinnen und Schüler werden  durch die Ausbildungsbetriebe bei einem Berufskolleg angemeldet.

Ansprechpartner

 

Jörg Benscheidt

Tel: 02303/27-1444

09:15-09:30
11:00-11:15
12:45-13:00

oder n.V. Sekretariat
Fr. Bierwagen
App. -1244

Mail:
benscheidt@hellweg-bk.de

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