Tischler

Allgemeines - Arbeitsbereiche

Der Beruf des Tischlers bzw. Schreiners hat sich bereits im 13. Jahrhundert aus dem Beruf des Zimmerers entwickelt. Der Tischler verbindet in besonderem Maße die Elemente Tradition und Moderne. Somit haben sowohl handwerkliche Fertigkeiten, der Umgang mit klassischen Handwerkzeugen und der Erwerb von Kenntnissen über den Werkstoff Holz während der Ausbildung einen hohen Stellenwert als auch der Umgang mit technologisch hochwertigen Maschinen, modernen Werkstoffen und neuen Techniken wie CAD und CNC.
Am HBU erhalten die Schüler/innen des Tischlerhandwerks aus dem Kreis Unna ihre schulische Ausbildung.
Die Mitarbeit unserer Lehrkräfte in dem zuständigen Prüfungsausschuss für Tischler bei der Handwerkskammer ermöglicht eine gute Verzahnung von schulischer Ausbildung und Prüfungsanforderungen und gewährleistet einen Ausbildungserfolg, der gleichermaßen den Auszubildenden wie den Ausbildungsbetrieben und damit unserer Gesellschaft als Ganzem dient.

Tischlerinnen und Tischler sind u.a. zuständig für

  • Gestaltung und Bau individueller Möbeleinrichtungen,
  • fachgerechte Aufarbeitung alter Möbel, Fenster und Türen,
  • Planung, Bau und Montage von Haustüren und Fenstern sowohl unter Berücksichtigung einer ästhetischen Formgebung als auch der Anforderung an Funktion, Sicherheit und Wärme- und Schallschutz,
  • Verkleidung von Wänden, Decken und Böden mit dem natürlichen Baustoff Holz und Holzwerkstoffen,
  • harmonische Integration von Holztreppen in den Wohnbereich unter Berücksichtigung der Kombinierbarkeit mit anderen Werkstoffen,
  • Gestaltung und Ausstattung von Läden und Gaststätten nach den Bedürfnissen und Anforderungen des Kunden,
  • Planung, Vorbereitung und Durchführung von Bestattungen in organisatorischer, technischer und menschlicher Hinsicht.

Ausbildung

Die Ausbildung in einer Tischlerei dauert 3 Jahre und kann bei besonderen Vorkenntnissen oder guten Leistungen auf Antrag verkürzt werden. Sie beginnt in der Regel am 1. August eines Jahres und findet regelmäßig auch in überbetrieblichen Ausbildungsstätten statt. Hier erhalten die Auszubildenden zusätzliche Kenntnisse über die Handhabung von Handwerkzeugen, sicheres und projektbezogenes Arbeiten an Holzbearbeitungsmaschinen und Erfahrungen in der Oberflächenveredelung.
Die Ausbildung umfasst eine Zwischenprüfung im zweiten Ausbildungsjahr und endet mit der Gesellenprüfung.

Aufnahme

Aufnahmevoraussetzungen

Aufnahmevoraussetzung ist ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einem anerkannten Handwerksbetrieb. Die Anmeldung erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb.

Der Auszubildende und der Ausbildungsbetrieb erhalten vom Hellweg Berufskolleg eine Einladung für den ersten Schultag mit Informationen über Unterrichtsbeginn, Klassenraum und Unterrichtsmaterial.

Bei der Einschulung sind folgende Unterlagen als Original und Kopie mitzubringen:

  • das Abschlusszeugnis der allgemeinbildenden Schule
  • der Ausbildungsvertrag, soweit bereits vorhanden

Unterrichtsorganisation und didaktische Konzeption

Der Berufsschulunterricht erfolgt nach dem Lehrplan zur Erprobung für das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen, Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung - Tischlerin/Tischler
und findet als Teilzeitunterricht statt (im ersten Ausbildungsjahr 2 Tage in der Woche, im zweiten Ausbildungsjahr eineinhalb Tage und im dritten Jahr ein Tag Berufsschulunterricht pro Woche mit jeweils
8 Stunden Unterricht pro Tag).

Der Unterricht:

  • erfolgt in fachgerechten Unterrichtsräumen und im Baustoffprüflabor unter Einsatz von zeitgemäßen Medien,
  • erfolgt in Unterrichtseinheiten, die nach dem Lernfeldkonzept erarbeitet und mit den örtlichen Ausbildungsbetrieben und überbetrieblichen Ausbildungsstätten abgestimmt sind,
  • ermöglicht Werksbesichtigungen zur Vertiefung und Reflexion der in der Berufsschule erlernten fachlichen Zusammenhänge,
  • beinhaltet Expertenvorträge zur Vorbereitung auf die Planung und Gestaltung des Gesellenstücks
    umfasst mehrwöchige fächerübergreifende und handlungsorientierte Projektarbeiten, die ganzheitliche Lernprozesse fördern,
  • entwickelt Handlungskompetenz und damit die Bereitschaft und Fähigkeit des Auszubildenden, in gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Situationen sachgerecht und individual- wie sozialverantwortlich zu handeln.

Mit dem erfolgreichen Berufsschulabschluss können unter bestimmten Voraussetzungen auch weitergehende allgemeinbildende Schulabschlüsse zuerkannt werden.

 Übersicht zur Leistungsbewertung

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Unterrichtsfächer

Die Stundentafel gibt Auskunft über die Unterrichtfächer beziehungsweise die Bündelungsfächer auf den Jahreszeugnissen.

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Prüfung

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt eine Zwischenprüfung, die einen Überblick über den Leistungsstand gibt, so dass gegebenenfalls Defizite bis zur Gesellenprüfung ausgeglichen werden können.

Die Gesellenprüfung findet am Ende der Ausbildungszeit statt und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die schriftliche Prüfung erfolgt in den Räumen des Berufskollegs in den Fächern Gestaltung und Konstruktion, Planung und Fertigung, Montage und Service und Wirtschaft und Sozialkunde. Der praktische Teil splittet sich in zwei Teilbereiche. Die Arbeitsaufgabe I wird exakt nach einer vorgegebenen Konstruktionszeichnung unter Einsatz von Holzbearbeitungsmaschinen und klassischen Handwerkzeugen gefertigt. Die Arbeitsaufgabe II beinhaltet die individuelle Planung und den Bau des Gesellenstücks.

Anmeldung

Die zukünftigen Schülerinnen und Schüler werden  durch die Ausbildungsbetriebe bei einem Berufskolleg angemeldet.

Ansprechpartner

Sonja Bauske

Tel: 02303/27-1444

09:15-09:30
11:00-11:15
12:45-13:00

oder n.V. Sekretariat
Fr. Bierwagen
App. -1244

Mail:
bauske@hellweg-bk.de

Michael Speicher

Tel: 02303/27-1444

09:15-09:30
11:00-11:15
12:45-13:00

oder n.V. Sekretariat
Fr. Bierwagen
App. -1244

Mail:
speicher@hellweg-bk.de

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